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Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Bedburg-Kaster

Stadtgeschichte

Zunächst von Römern und Franken besiedelt, stritten später die Erzbischöfe von Köln und Herzöge von Jülich um die Burgsiedlung Alt-Kaster und die Region an der Erft. Belege finden sich in den ersten zivilisierten Siedlungszeugnissen aus dem 1. bis 4. Jahrhundert und den Funden eines Gräberfeldes aus dem 6. Jahrhundert. Die Geschichte von Stadt und der Burg Kaster sind eng miteinander verknüpft. Kaster wird erstmals 1148 urkundlich genannt, im Jahr 1339 erwähnen die Chronisten eine Stadt gleichen Namens.

In ihrer Blütezeit erstreckte sich die Burg auf einer Anhöhe nordwestlich der Stadt und bildete gemeinsam mit Vorburg und Stadtbefestigung eine einzigartige Wehranlage. Zerstörung und Wiederaufbau prägten das Bild der Burg ab 1278. Gerhard von Jülich baute die zerstörte Burg 1297 wieder auf, nach seinem Tod fiel sie an seine Witwe Kaster. Das Schicksal der schlossartigen Befestigung war mit seiner erneuten Zerstörung 1648 endgültig besiegelt. Heute ist nur noch eine Ruine sichtbar. Die alte Burgsiedlung, heute Alt-Kaster genannt, überstand die jahrhundertelangen Kämpfe. Der Charme einer mittelalterlichen Stadt blieb erhalten.