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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Werne

Stadtgeschichte

Um 800 baute Liudger, der erste Bischof von M체nster, eine kleine Kapelle und gr체ndete die erste Gemeinde in Werne. Das erste offizielle Dokument bezeugt die Existenz des Ortes in 834. Werne wurde in den darauf folgenden Jahrhunderten mehrere Rechte vom Bischof von M체nster verliehen, so etwa das Marktrecht, das Befestigungsrecht, das M체nzrecht und die niedere Gerichtsbarkeit, so dass Werne ab Anfang des 15. Jh. als Stadt galt. Zahlreiche 횥berf채lle der Grafen von der Mark, die jenseits der Lippe beheimatet waren, mehrere Stadtbr채nde und der Drei횩igj채hrige Krieg (1618-48) f체hrten ab dem 16. Jh. zu einer Stagnation der Stadtentwicklung. 1659 zogen drei Kapuziner-M철nche in Werne ein und gr체ndeten an der S체dmauer das Kapuzinerkloster mit Kirche. Noch heute leben Kapuzinerpatres und -br체der im Werner Kloster.

1779 begann man die Steine der Stadtmauer meistbietend an die B체rger zu verkaufen. Als 1843 das Neutor abgerissen wurde, war auch das letzte der Stadttore gefallen. Nur ein kleiner Rest am J체dischen Friedhof ist bis heute erhalten geblieben.

1873/74 fand man bei Kohlebohrungen eine hei횩e Solequelle, die Werne kurze Zeit sp채ter den Titel 얤urbad" verlieh. Als 1899 dann die Zeche Werne abgeteuft wurde, versiegte die Solequelle. Durch den Bergbau wuchs die Bev철lkerung stark an, die Einwohnerzahl stieg 1920 auf 체ber 10.000. 1975 musste die Zeche dann geschlossen werden, in der zeitweilig bis zu 4.000 Menschen Arbeit gefunden hatten.

Das Alte Rathaus am Markt, die Christophorus-Kirche, die so genannten W채rmeh채uschen und das Stadtmuseum am Kirchhof, das Steinhaus und das Kapuzinerkloster sind Sehensw체rdigkeiten, die man bei einem gem체tlichen Stadtspaziergang nicht verpassen sollte.

1779 wird die Stadtmauer mit ihren kleinen T체rmen niedergerissen, 1843 f채llt mit dem Neutor auch das letzte Stadttor. Der 1870 aufkommende Bergbau beschert der Stadt einen gro횩en Zustrom an Einwohnern. Weiterer positiver Nebeneffekt ist die erschlossene Soletherme. Derzeit entsteht ein v철llig neues Badevergn체gen. Das zuk체nftige Bad kn체pft an die B채dertraditionen in Werne an. Das Gradierwerk, die Pfarrkirche St. Christophorus und die W채rmeh채uschen am Kirchplatz sind Sehensw체rdigkeiten, die bei einem gem체tlichen Stadtrundgang nicht fehlen d체rfen.