Karte vergrößern
Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Wachtendonk

Stadtgeschichte

In Wachtendonk, der südlichsten Gemeinde des Kreises Kleve, ist es gelungen die mittelalterlichen Strukturen der Burgsiedlung zu erhalten. Das Erscheinungsbild eines „Landstädtchens" aus dem 18. Jahrhundert ist noch heute allgegenwärtig. Die Herren von Wachtendonk errichten im 12. Jahrhundert in der sumpfigen Niederung der beiden Flüsse Nette und Niers ihre Burg auf einer hochwassergeschützten Anhöhe. 1354 besitzt Wachtendonk Stadtrechte und in deren Folge entstehen die Befestigung, ein Straßenmarkt, ein Weinhaus und das Rathaus.

Eigenständigkeit, Zerstörung und wechselnde Besitzschaften prä-gen danach die Stadt. Im 15. Jahrhundert wechselt die Herrschaft zwischen den Herzögen von Geldern und Kleve, später fällt die niederrheinische Stadt an Kaiser Karl V. Ein Modell von Stadt und Burg nach einem der vielen Kupferstiche aus jener Zeit ist im Rat-haus zu bewundern. Religionskriege und zwei verheerende Brände (zuletzt 1708) setzen der Stadt in der Folgezeit mächtig zu, wohin-gegen Wachtendonk von den Zerstörungen in der Endphase des Zweiten Weltkriegs als eine der wenigen Städte am Niederrhein weitestgehend verschont bleibt.