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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Tecklenburg

Stadtgeschichte

Graf Simon von Tecklenburg residierte 1158 als Territorialfürst auf dem Höhenzug des Teutoburger Waldes. Aus diesem Jahr datiert auch die urkundliche Erwähnung der Grafschaft, die besonders durch ihre geografische Lage von wirtschaftlicher Bedeutung war. Alle Waren, die von Köln über Münster und Bremen nach Lübeck transportiert wurden, mussten an der Burg vorbei, die heute nur noch in Fragmenten erhalten ist.

Die Bischöfe von Münster und Osnabrück nehmen im Jahr 1400 dem Grafen Nikolaus II. von Tecklenburg den nördlichen Teil seiner Besitzungen weg, von dessen Verlust sich Tecklenburg nicht mehr erholt. Im 18. Jahrhundert leben die Bewohner der Bürgerstadt hauptsächlich von der Leinenfertigung. Napoleon unterbindet den Fernhandel und beraubt den Tecklenburgern ihre Existenzgrundlage. Die Folge: Viele Bürger wandern nach Amerika aus.

Die Kirche Sankt Georg, 1562 bis 1566 erbaut, dominiert die historische Altstadt des Luft- und Kneipp-Kurortes. Die alten Fachwerkhäuser aus gleicher Zeit wurden liebevoll restauriert. In der "Legge", der ehemaligen Leinenprüfanstalt von 1577, befindet sich heute eine Künstlergalerie.