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Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Stolberg-Breinig

Stadtgeschichte

Breinig gehört, wie auch einige andere Orte des "Münsterländchens", im Jahr 817 zur kaiserlichen freien Reichsabtei Kornelimünster. Obwohl die erste urkundliche Erwähnung aus dem Jahr 1303 datiert, beweisen archäologische Untersuchungen eine deutlich frühere Existenz des Ortes, der über reichhaltige Bodenschätze wie Erz und verschiedene andere Metalle verfügt. Mit dem Bau des Klosters geht eine Neuordnung über die Nutzung der Bodenschätze und der Landwirtschaft einher, wie Urkunden über "das Stockumer Lehen" von 1502 und "der Hof auf den Heiden (1489)" belegen. Auf dem Schlangenberg arbeiten zeitweilig bis zu 500 Erzarbeiter, heute ist das Areal ein Naturschutzgebiet mit Glameiveilchen und seltenen Orchideen.

Nach dem Erdbeben von 1756 entwickelt sich der Ort kontinuierlich. Viele Häuser aus der damaligen Zeit stehen noch heute in der Winter- und Alt-Breinig-Straße. Historische Schmuckstücke des Ortskerns sind die Sankt Barabara-Kirche von 1731 und die rund einhundert Jahre später errichtete neue Pfarrkirche im "Nazarener Stil". Breinigs Einwohnerzahl steigt bis in das 19. Jahrhundert deutlich an. Viele Bürger arbeiten in den Blei- und Zinkhütten der Nachbarstadt Stolberg.