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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Siegen

Stadtgeschichte

Die Grafen von Nassau bestimmen bis ins 19. Jahrhundert die Geschicke der Stadt. Die Ersterwähnung Siegens datiert aus dem 11. Jahrhunderts, als die Mainzer Erzbischöfe Rupert Graf von Siegen, einem Vorfahren des Grafengeschlechts von Nassau, in "Sigena" als Vogt einsetzen.

Zur Zeit der nassauischen Landesherren bestimmten zwei Jahrhunderte lang der Konfessionsstreit und ungeklärte Erbangelegenheiten des Grafengeschlechts das Leben in Siegen. Mit der Reformation 1530 und dem verbundenen Wechsel vom lutherischen zum calvinistischen Bekenntnis folgte auf katholischer Seite im 17. Jahrhundert die Gegenreformation.

Kontinuierlich verlief dagegen die wirtschaftliche Entwicklung der Universitätsstadt. Bereits in vorrömischer Zeit verhütteten die Bewohner Metall, viele Jahrhunderte später standen eine Vielzahl von Hütten und Hämmern im Siegerland. Die aufkommende Konkurrenz im Ruhrgebiet besiegelt das Ende des Bergbaus, die letzte Zeche auf Siegener Grund schließt 1961. Doch nicht nur Handwerk, sondern auch die Kunst hat die Residenzstadt geprägt. Im Siegerlandmuseum hängen acht Originale von Paul Rubens, der in Siegen das Licht der Welt erblickte.