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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Schmallenberg

Stadtgeschichte
Abdruck in Beiträge zur Geschichte der Stadt Schmallenberg 1244 - 1969; Tafel 12

"Alexander de Smalenburg", so überliefern es die Quellen, soll der Stadt Schmallenberg den Namen gegeben haben. Die "schmale Burg" hat seine Ursprünge in einer kölnischen Burganlage. 1244 wird die mit einem Mauerring umgebene Siedlung vom Kölner Erzbischof offiziell zur Stadt erhoben.

Textil- und Kleineisengewerbe beherrscht die Szenerie Schmallenbergs im Mittelalter, die um 1350 etwa 800 Einwohner zählt. Nach einer wirtschaftlichen Flaute im 16. Jahrhundert verhilft die neue Eisenhämmer-Technik der Stadt am Kahlen Asten zu neuer Blüte. Schmallenbergs Kleineisenindustrie gilt zu dieser Zeit als die bedeutendste in Westfalen.

Der klassizistische Grundriss, nach dem die Stadt nach dem verheerenden Brand von 1822 wieder aufgebaut wurde, ist noch heute erkennbar. Zehn Jahre zuvor wurden die Stadtmauer und die Tore niedergerissen. Typisch für Schmallenberg heute: Fachwerkhäuser mit Naturschieferdächern und geschnitzten Türen, kleine Erker und Giebel sowie symmetrische Freitreppen an den Häusern.