Karte vergrößern
Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Schleiden-Olef

Stadtgeschichte

Der Ursprung des Eifelortes geht auf "Silmann von Olef" zurück, der im Jahr 1252 als Vasalle des Friedrich von Schleiden erwähnt wird. Die Kirche in Olef gilt als eine der ältesten Pfarreien der Eifel, der Ort selbst geht 1345 als Schenkung an das Stift Nideggen und gehört später zur Jülicher Burg. Die Herren von Dreiborn sind 1550 auch Herren von Olef, später steht Olef unter preußischer Herrschaft. Nach dem verheerenden Brand zum Ende des 17. Jahrhunderts wird der Ort um einen dreieckigen Platz (sogenannter Plan), an dessen Nord- und Westseite Fachwerkgehöfte entstehen, wieder aufgebaut.

Die Landwirtschaft brachte den Bewohnern nur einen mageren Ertrag, so dass viele im Nebenerwerb in der Eisenindustrie arbeiteten. Mitte des 19. Jahrhunderts wandern viele Einwohner wegen des wirtschaftlichen Niedergangs aus Olef ab.

Die heutige Bebauung deckt sich im Wesentlichen mit einer historischen Karte von 1808. Zentrum des historischen Ortskerns bildet der Dreiecksplatz mit seinen sorgfältig restaurierten Fachwerkhäusern, die historische Pfarrkirche und das Pfarrheim Oleftal.


Tranchot-Karte
Tranchot-Karte 1803 - 1820 (1)


Historisches Foto
Pfarrhaus, Foto um 1913 (2)


Historisches Foto
Oleftal Nr 27, Foto um 1913 (2)


Urkataster
Urkataster Olef 1824 (2)


Quellen

(1) Historika 25, Landesvermessungsamt Nordrhein-Westfalen, Bonn 2005

(2) Die Bau- und Kunstwerke von Nordrheinwestfalen, Stadt Schleiden, Minister für Stadtentwicklung, Kultur und Sport des Landes Nordrhein-Westfalen (Hrsg.), 1996