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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Bad Berleburg

Stadtgeschichte

Mächtige keltische Ringwallanlagen zeugen davon, dass es bereits in vorchristlicher Zeit Siedlungen am Südhang des Rothaargebirges gab. In einer Urkunde des Klosters Grafschaft aus dem Jahr 1258 wird von einer "Berneborg" gesprochen.

Das Grafengeschlecht Wittgenstein und Seyn-Wittgenstein bestimmten in den folgenden Jahrhunderten maßgeblich die Geschicke der Region. Berleburg wird Haupt- und Residenzstadt. 1732 bauen Graf Casimir und seine Gemahlin Esther das aus dem Jahr 1522 stammende Schloss weiter aus. Noch heute können Besucher die prächtigen Stuckarbeiten bewundern.

Die Grafen von Seyn-Wittgenstein galten als liberal, darum ist es wenig verwunderlich, dass von der Kirche Verfolgte aus halb Europa den Weg nach Berleburg fanden. Im 18. Jahrhundert galt die Stadt als Zentrum pietistischer Bewegungen. Die berühmte Berleburger Bibel ist heute im "Wittgensteiner Heimathaus" zu sehen. Holz- und Landwirtschaft bestimmten einst das wirtschaftliche Leben der Hauptstadt Wittgensteins, seit 1971 ist Bad Berleburg Kurstadt und seit 1974 staatlich anerkanntes Heilbad.