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Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Nieheim

Stadtgeschichte

In die Regentschaft von Bischof Graf Bernhard III. (1228 - 1247) fällt die Verleihung der Stadtrechte von Nieheim. Damit verbunden sind einige Privilegien, wie die niedere Gerichtsbarkeit sowie die Münz- und Marktrechte. Von diesem Zeitpunkt an entwickelt sich Nieheim von einer einfachen Ackerbürgerstadt zu einer bedeutenden Handelsstadt, die schließlich Mitglied der Hanse wird.

Architektonisch interessant ist der ovale Stadtgrundriss, der sich noch heute an Hand zahlreicher Bauten den Besuchern erschließt. Im Gegensatz zu vielen anderen Städten der Region besitzt Nieheim eine Einteilung in Ober- und Unterstadt. Einmalig in Westfalen ist auch das mittelalterliche Gewölbesystem, in dem der Nikolausbach, der unterhalb des Holsterberges entspringt, sich unter dem Ort verzweigt. Sichtbare Spuren der Weserrenaissance sind das Rathaus, der Ratskrug und das Ric hterhaus, die alle im 17. und 18. Jahrhundert erbaut wurden. Die katholische Pfarrkirche Sankt Nikolaus aus dem 13. Jahrhundert, die evangelische Kreuzkirche von 1868/ 69 und der Holsterturm prägen das Stadtbild von Nieheim.