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Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Nideggen

Stadtgeschichte

Die 200-jährige Blütezeit der Stadt Nideggen liegt zu Beginn des 14. Jahrhunderts in der Regentschaft Wilhelms V., als die gleichnamige Burg durch die geschlossene Stadtmauer und die alles überragenden Tortürme hoch über dem Rurtal die Geschehnisse der Region überwacht.

"Zornesecke" ( nid = Kampf, Zorn, Hass) ist die freie Übersetzung aus dem Althochdeutschen für die Burg, die 1190 vermutlich als Gegenpart zu der zwei Kilometer entfernten Reichsburg von Kaiser Barbarossa erbaut wird. Um 1200 entwickelt sich eine Siedlung um die Burg herum. Die wenig später erbaute Kirche wird dem Deutschritterorden geschenkt.

Besetzungen und Plünderungen und der gelderische Erbfolgekrieg markieren im 17. Jahrhundert den Niedergang Nideggens von einer einst wichtigen Residenzstadt zu einem Landstädtchen. Schicksalhaft sind auch die Jahre danach, als ein Erdbeben die Burgreste und die Stadt abermals zerstört. In preußischer Zeit erholt sich der Ort, bevor er im Zweiten Weltkrieg erneut zerstört wird. Im Jahr 1946 beginnt der Wiederaufbau nach originalgetreuen Plänen.