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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Höxter

Stadtgeschichte

Höxter zählt zu den ältesten Städten Westfalens. Bereits um 800 gehörte zu der Siedlung im hochwasserfreien Gebiet der Weseraue die Missionskirche des heiligen Kilian. Die erste schriftliche Überlieferung steht in Zusammenhang mit der Gründung des nahegelegenen Klosters Corvey. Der westfälische Hellweg verhilft der "marca huxcori" zu wirtschaftlicher Blüte. Bereits 1115 wird eine Brücke über die Weser erwähnt. Anfang des 13. Jahrhunderts erhält Höxter die kommunale Selbstverwaltung. Nach und nach befreien sich die Bürger von der Herrschaft des Abtes von Corvey. Drei Ereignisse prägen die Geschichte Höxters im 17. Jahrhundert: Bürgerkriegsähnliche Zustände, der Dreißigjährige Krieg und das "Blutbad von Höxter", dem etwa 1.500 Bürger zum Opfer fallen. Mit der Anbindung an die Eisenbahn und der Stationierung einer Militärgarnison etablierten sich nach 1860 neue Gewerbe- und Industriebetriebe. Im historischen Stadtkern findet sich das Hoffmann-von-Fallersleben-Denkmal. Es erinnert an den Dichter des "Liedes der Deutschen", der die letzten 14 Jahre seines Lebens in Corvey verbringt. Sein Grab befindet sich hinter der Abteikirche auf dem Friedhof in Corvey.