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Nordrhein-Westfalen

Historischer Ortskern Hattingen-Blankenstein

Stadtgeschichte

Auf eine bewegte Vergangenheit mit stetem auf und ab kann Blankenstein zurückblicken. 1227 errichtet Graf Adolf von der Mark zwei Jahre nach dem Fall der Isenburg auf dem "blanken steyn" hoch über der Ruhr eine Burg zur Sicherung seiner Grafschaft. Handwerker, Händler und Bauern siedeln sich an. Als Höhepunkt der Entwicklung wird die Burgstadt 1554 sogar als Mitglied der Hanse erwähnt.

Der 30-jährige Krieg setzt auch Blankenstein arg zu. Wechselnde Besetzungen führen 1662 sogar dazu, dass die baufällig gewordene Burg abgerissen wird. Drei Jahre später vernichtet ein Großbrand fast den ganzen Ort.

Aufstrebender Bergbau und die Textilindustrie verhelfen Blankenstein zu neuer Blüte. Ein Verdienst des Kommerzienrates Gethmann und des bedeutendsten Arbeitgebers, den Seilwerken Puth. Die in Blankenstein produzierten Hanf- und Drahtseile finden Absatz im Bergbau und Schifffahrt.

Im 19. Jahrhundert gilt die Burgstadt als regionales Zentrum des Fremdenverkehrs. Für kurze Zeit werden Blankenstein 1966 sogar die Stadtrechte verliehen. Vier Jahre später fällt Blankenstein im Zuge der kommunalen Neuordnung nach Hattingen.