Karte vergrößern
Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Hattingen

Stadtgeschichte

Hattingens Spuren reichen bis in das 9. Jahrhundert, als es im mittleren Ruhrtal den Gau "Hatterun" gab. Daraus dürfte sich der Name des Dorfes "Hatneghen" ableiten lassen. Die günstige Lage machte die Ruhrstadt als Mitglied der Hanse Jahrhunderte lang zu einem Handelszentrum. Die feste Brücke über die Ruhr führte über den "Kleinen Hellweg" auf den "Großen Hellweg" nach Bochum. Die Verleihung des Befestigungsrechtes im Jahr 1396 gilt als das Datum der Hattinger Stadtwerdung.

Prägend für das heutige Bild der Altstadt war die Zeit ab 1550, als sich die ringförmige Bebauung um die St.-Georgs-Kirche herausbildete. Das "Alte Rathaus" von 1576 und das Bügeleisenhaus von 1611 sind markante Zeugnisse vergangener Tage. Unter preußischer Herrschaft galt Hattingen als Zentrum der märkischen Textilindustrie, das Zeitalter der Industrialisierung bescherte Hattingen 1854/55 die Henrichshütte. Bis zu deren Schließung 1987 waren dort in Spitzenzeiten rund 10.000 Arbeiter in der Stahl- und Eisenproduktion tätig. Heute befindet sich Hattingen im Strukturwandel, hin zu einem Dienstleistungszentrum und beliebten Wohnstandort.