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Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Freudenberg

Stadtgeschichte

Der Befreiungskampf der Niederlande durch das Haus Oranien-Nassau, der Dreißigjährige Krieg, dazu Pestepidemien und verheerende Brände. Freudenberg, im Süden Westfalens gelegen, kann mit Recht auf eine bewegte Vergangenheit zurückblicken. Die erste Erwähnung der Burg auf dem Freidenberg, dem Berg der Freien, datiert aus dem Jahr 1389, die Stadtrechte erhält der "Flecken" 1456. Die kargen Böden lassen in Freudenberg kaum Landwirtschaft zu. Dafür siedeln sich schon früh Lederindustrie und Leimsiedereien an, im 19. Jahrhundert kommen mit einer Baumwollspinnerei und einer Strumpfstrickerei weitere Industriezweige hinzu. Zink- und Bleierze werden in einer Zeche gewonnen, zu besonderer Blüte bringt es auch das Uhrmacherhandwerk. Der historische Stadtkern Freudenbergs ist nach dem letzten großen Brand 1666 nicht mehr verändert worden. Die schwarz-weiß gehaltenen Fachwerkhäuser mit ihren schiefergedeckten Dächern stehen in einer "Giebelparade" an den parallel verlaufenden Straßen. Das Stadtmuseum führt die Besucher durch die wechselvolle Geschichte Freudenbergs und bietet Einblicke in die Industrie- und Religionsgeschichte.