Karte vergrößern
Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Brakel

Stadtgeschichte

Aus dem Jahr 836 stammt die erste schriftliche Erwähnung durch reisende Benediktinermönche, die auf ihrem Weg zum Kloster Corvey in der "villa brechtal" rasten. Archäologische Funde bestätigen jedoch, dass es bereits im 7. Jahrhundert in der "Nethegau" Siedlungen gegeben haben muss. Im 12. Jahrhundert ist bereits von den "Herren von Brakel" die Rede, 1213 überträgt ein Herrmann von Brakel seine Zehnteinkünfte der "ad eccleiuam bracle". Die Blütezeit Brakels liegt im 14. Jahrhundert, als die Stadt zwischen Eggegebirge und der Weser gleichrangig im Bistum Paderborn mit den Städten Paderborn und Warburg steht. Der Dreißigjährige Krieg hinterlässt auch in der Hansestadt seine Spuren. Während der Preußenzeit wird Brakel kurze Zeit Kreisstadt, bevor sie dieses Recht 1832 endgültig an Höxter abtritt.

Im heutigen Stadtbild des Luftkurortes erinnert wenig daran, dass Brakel im Mittelalter zu den bedeutendsten Städten gehört hat. Der heute noch erkennbare mittelalterliche Grundriss der Stadt lässt in den verschiedensten Phasen der Stadtentwicklung eine starke Bautätigkeit erkennen. Die ältesten Bauelemente der St. Michaels-Kirche reichen bis in das 12. Jahrhundert zurück.