Karte vergrößern
Nordrhein-Westfalen

Historischer Stadtkern Blomberg

Stadtgeschichte

Unter Bernhard III. zu Lippe entsteht zwischen 1231 und 1255 die Stadt Blomberg, die in einem historischen Städtereim als "Blomberg de Bleome" besungen wird. Mit der Blume ist eine Rose gemeint, die damals das Wappen der Edelherren zu Lippe ziert und noch heute im Stadtwappen zu sehen ist. Die "Soester Fehde" 1447 zerstört Blomberg fast vollständig, als Tausende von böhmischen Söldnern im Auftrag des Erzbischofs von Köln einfallen und die Stadt niederbrennen. Der Wiederaufbau wird durch den "Hostienfrevel" der Frau Alheyd Pustekoke 1460 begünstigt, die 45 Hostien in den Marktbrunnen wirft. Der Brunnen bewirkt fortan "Wunderdinge" und lockt so scharenweise Pilger an. Der Alheyd-Brunnen existiert noch heute, während das 1468 gegründete Kloster in der Reformationszeit aufgelöst wird und die noch heute erhaltene spätgotische Klosterkirche zu der evangelisch-reformierten Pfarrkirche wird. Die "Blomberger Holzindustrie" verschafft der Stadt seit dem 18. Jahrhundert wirtschaftliches Wachstum, nachdem bereits ein Jahrhundert zuvor die Schumacher-Gilde die Residenzstadt der Lippischen Fürsten zu einer kleinen Handwerker- und Gewerbestadt machten.