Denkmal des Monats - Januar 2017

Ostwestfalen Lippe
Alte Volksschule (Nieheim)

Am zentralen Kirchplatz in Nieheim, an der Marktstraße 18, steht als Pendant zum Renaissancerathaus die alte Volksschule.

Es handelt sich hierbei um ein zweigeschossiges geputztes Steinhaus von sieben auf fünf Fensterachsen in nachbarocker, klassizistischer Formensprache mit einem dreiachsigen flach übergiebelten Mittelresaliten und Krüppelwalmdach mit Sollingsteineindeckung.

Im Jahr 1846 als preußische Volksschule erbaut, wurde sie als solche bis 1954 genutzt und löste die Jungen - und Mädchenschule hinter der kath. Kirche ab. Im Anschluss diente sie bis 1967 als Realschule die seit Mitte des 19 Jahrhundert im Rathaus Unterricht erteilte. Mit Fertigstellung des heutigen Realschulgebäudes wurde die Schulnutzung des Gebäudes aufgegeben.

Eine Kleiderfabrik zog in die Räumlichkeiten ein und produzierte dort bis in das Jahr 1977.

Nach umfangreichen Bauarbeiten und der Sanierung des Gebäudes wurde es 1983 unter Denkmalschutz gestellt.

In den folgenden Jahren wurden die Räumlichkeiten der alten Volksschule durch unterschiedliche Institutionen und Vereine genutzt.

Eine dauerhafte Nutzung der Räume im Erdgeschoss erfolgt durch die Polizei, die hier einen Bezirksdienst eingerichtet hat.

Zeitweise dienten verschiedene Etagen der alten Volksschule als öffentliche Bücherei oder als Begegnungsstätte für Senioren, Jugendtreff und sogar das Heimatmuseum befand sich im Dachgeschoss.

Derzeit befinden sich in dem Gebäude eine Arztpraxis, eine Praxis für Physiotherapie, das Büro von KOMM.aktiv Fortbildungen und Trainingsservice, Lager des Heimatverein und die schon erwähnte Dienststelle der Polizei